Kurzfassung der ersten 10 Tage im August

Leut macht euch keine Sorgen falls ich mal nicht mehr blog. Mein Handy hat inzwischen paar Eigenheiten entwickelt.

NNun – was war los seit Cilaos?

BBin mit dem Bus noch gut runter gekommen an die Küste obwohl wir schon so manchem kleineren Erdrutsch und auch grösseren Steinschlagbrocken ausgewichen sind. Entsprechend meinen Infos wurde nach unserem Bus dann auch die Strecke für drei Std. gesperrt. Ein Bulldozer kam uns zum räumen ja auch schon entgegen.

AAber das is hier eine Lapalie und Routine genau so wie für mich das Warten auf die Anschlussbusse bis runter nach Manapany. Zum Einen hab ich mich nicht gut genug ausgekannt welche Busse ich alle hätte nehmen können und zum Anderen fahren die Südroute wesentlich weniger Busse als die nördliche. Dafür is die Landschaft hier weit interessanter für mich als im Norden.

 

IIch bin trotzdem überaschend pünktlich an meiner nächsten Unterkunft in Manapany de bain und Gandalfs Safari Camp entspricht so ganz meinem Geschmack. Nö Nö – kein Zeltlager das noch auf meiner Wunschliste steht – aber eine tolle Unterkunft. Und die Zwei die das Haus bewirtschaften sind die super Überaschung für mich. Cristina und Claus sind nicht nur Deutsche sondern vermitteln ein enormes Wissen über die Insel. Das ginge auf französisch bei mir ja leider nicht. Und so individuell wie die beiden ist auch Ihr Haus sehr persönlich gestaltet mit einem herrlichen Garten und einer wunderbaren Gästeterasse. Da gibt es für mich jeden morgen ein prächtiges Frühstück mit super Früchtekorb.20170811_071220DDa können die Tage dann kommen.

 

DDurch die super Busanschlüsse – ich hab den Fahrplan inzwischen im Handy gespeichert – geht es für mich des öfteren auf und !!!!in!!!! die Lavafelder hinein.

 

Die Ausdehnung dieser Lavaflüsse ist beeindruckend und nur zu Fuss so richtig zu begreifen, aber gefähhrrlliicchh.

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Lavakanal
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Braune Lava mit vielen Hohlräumen
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Bims, der unter den Füßen zerbröselt.

EEinmal hat Claus mir eine Gruppentour in einen alten Lavatunnel vermittelt. Uff. Unterirdisch in den Lavafeldern wandern – kraxeln – kriechen – schlüpfen und schlupfen.

 

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Und hier is wirklich mal die Lava durchgeflossen! Bitte heut nich!20170805_095937Alles wirkt wie ein glassierter Keramiktunnel und is in Wirklichkeit auch nicht was viel anderes. Bei meinen Wanderungen gehen mir immer wieder die Augen über. Bei einer Tour mit Claus lehrt er mir aber noch in vielen Dingen das Sehen.

 

SSo sehe ich bei meiner Tour durch das Tal ‚Riviere des Ramparts‘ wie sich die Tore von Mordor öffnen und schließen.  Denk nich lange drüber nach. Kann man auch nicht filmen. Muss man gesehen haben. Nur so viel: Is ein perfektes Zusammenspiel aus Wegposition,  Geländestruktur, Bewuchs und optischen Gesetzen.

 

Doch das Tal alleine hat so viele Eindrücke zu bieten mit den Schotterebenen, den Steilhängen, den kleinen Farmflächen in halber Höhe und der Windschleuse mit dem Sonnenkessel.

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Siehst Du die 2 Menschlein rechts?? „Frodo und Sam“

 

EEin starker Magnet für mich ist die Steilküste doch der nun geschärfte Blick hat die Anziehungskraft erhöht. Mensch unglaublich Leute!!!! Man hat von den Klippen freien Blick übers Meer. Was??? Das kann’s nicht gewesen sein. Claus hat meine Augen geöffnet.  Man muss wissen nach was man sucht. Wasserfontänen – fein zerstäubt. Nicht wie im Fernsehen durch Bildbearbeitung hervorgehoben. Ja – so verfälscht sind unsere Natureindrücke und Erwartungen auch schon von den Dokusendungen.20170810_151349.jpg

IIhr wisst was ich da beobachten kann und in der Sonnenuntergangsstimmung seht ihr so einen feinen Nebel. Die beiden hab ich ca 1/2 Std. beobachtet. Drum kann ich es sagen. Eine Walkuh bewacht auf ihrem Weg um die Insel ihr Baby. Ganz sanft dümpelt sie dahin während andere Walgruppen weiter draussen vorbeifetzen. Ein unglaubliches Schauspiel und für mich vollkommen unerwartet.2017-08-10 18.40.362017-08-10 18.39.26

Gute Nacht und einen schönen Start in einen neuen Tag auf dieser grossen weiten Welt!

Psychoselfi

Während ich hier gemütlich an meinem Orga-Tag am Pool liege kann ich ja mal wunderbar über Ursprung und Hintergründe meiner ausgeflippten Reisen nachdenken und nebenbei euch die Bilder der letzten Tage präsentieren.

DDie erste grosse Anregung kam über whatsapp: Wann kommt der WAU – Effekt bei einem Land,  einer Stadt oder überhaupt einer Reise? Nun – wo liegt den überhaupt Mauritius oder Reunion und wie komm ich da hin? Mir ging es da wie den meisten. Irgendwo weit drüben und unten auf dem Globus. Nachdem ich mir Flugmöglichkeiten und paar Infos im Internet angeguckt hab war ich zufrieden und hab mir den Flug und nen Reiseführer gekauft. Nach einem kurzen Überblick über die Insel auf der googlekarte war die Hotelregion für den Anfang klar. Mit diesem Bisserl an Infos und ganz ganz wenig Bildern im Kopf und noch weniger Erwartungen bin ich dann los.

Was bleibt bei so einer laschen Vorbereitung schon anderes als der WAU – Effekt. Nur eines is mir immer wichtig. Ich studiere zuvor schon die praktischen Hinweise zu Geld, Sicherheit, öffentliche Verkehrsmittel,etc.

Dann lass ich mich überrumpeln und nehm mir die Zeit, mich auf die Möglichkeiten einzulassen. Die Abwechslung ist mir sehr wichtig obwohl ich es eigentlich schon gern bequem hätte. Immer wieder zieht es mich am liebsten da hin, wo ich mich schon auskenne. Dem muss ich bewusst einen Riegel vorschieben. Daheim is bequem und ich kenn mich aus. Das brauch ich on Tour nicht auch noch. Nur leider is es wie mit den Gummibären. Ich kenn deren Geschmack in und auswendig, ABER…….

Also is wirklich Unwissenheit bei mir der Hauptgrund für den Reiz einer Reise. Zum Glück hab ich noch die Gabe,  mich an kleinen Dingen zu erfreuen z.B. „WÜRMER und SPINNEN“. Hier auf Reunion bin ich von der grossen Überaschung direkt bisserl überfordert, der Landschaft – einfach WAU!20170729_08003120170729_084946Es gibt überall die Möglichkeit zu wandern. Das ist mein Grundnahrungsmittel auf Reisen. Ohne Natur geht es mir nicht so gut. Da muss eine Stadt dann schon quirlig und riskant sein, um mir die Socken auszuziehen. Mal über eine 6-spurige Verkehrskreuzung zu schlendern oder mit den Hrijas Kontakt aufzunehmen sind solche Herausforderungen.

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Und schon sind wir beim RISIKO. Abenteuer is das Eine aber die wahre Herausforderung sind die schwer kalkulierbaren Dinge. Mensch und Tier mit Selbstsicherheit begegnen und im Gelände so viel Selbstkontrolle aufbringen, daß das Risiko und die Angst nicht überhand nimmt, das ist mein Mittel zum Überleben. Doch so wie Vorgestern gehört manchmal eine gehörige Portion Angst dazu, um die Konzentration aufzubringen für eine sichere Rückkehr z.B. auf rutschigem, steilem Gelände. Dafür is der Lohn dann das Adrenalin und der genussvolle Rückblick auf eine tolle Zeit am Gipfel. Ich brauch DAS anscheinend.

EEs gibt noch einen Grund warum ich mir über mein Psychoselfi Gedanken mache. Ich hab Fuchur verloren. Kurz bevor ich auf einen tollen Aussichtspunkt kam, hab ich ihn plötzlich vermißt. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen,  wie komisch das war. Früher, wenn die Bären im Jungle abgehauen sind, waren sie eben lieber dort geblieben und ich hab mich drüber gefreut. Diesmal war mein Lachen darüber eher verzerrt. Ich konnte den Aussichtspunkt nicht genießen und überhaupt. Leute – ich fühlte mich plötzlich einsam!!!!

Ich bin doch glatt den Weg zurückgegangen. Ich verliere so gut wie nichts und muss mich selber drüber wundern – doch Das mit Fuchur war was anderes. Ich bin ein schäger Typ aber so schräg? Regt euch nicht auf! Hab mich selber genug aufgeregt! Ich hab ihn wieder!

EEs macht allerdings deutlich, daß ich mit einem ganz anderen Problem beschäftigt bin – Einsamkeit – und daß ich evtl davor auf Reisen flüchte. 2017-07-28 19.29.53.jpgNur diesen Weg raus aus der Miesere, den hab ich bei weiten nicht im Griff. Dafür is das Abenteuer hier die Ablenkung und die Selbstbestätigung. Drum bin ich jetz hier – schon verrückt.2017-07-26 19.07.33.jpgGut zu wissen: Ich lauf vor mir selbst davon.

Erschöpfung

Mein Körper hat mir eine Pause aufgezwungen. Heut Nacht spielte mein Bauch verrückt und machte mal auf Vulkan. So blieb mir nix anderes übrig als meine Hochtour abzublasen.  Sie sollte mich auf eine der Höhen rund um Cilaos führen. Das wären dann so 1200hm gewesen. Alles war für den Start mit Bus um 6.00 vorbereitet gewesen, doch schon die kleine Wanderung vorhin durch den Ort hat mir bewiesen “ ich bin schlapp“. Das braucht noch mindestens einen Tag. Ja, da hab ich mich die letzten Tage überfordert. Gut so kann ich endlich schreiben.20170721_100506

Die Zeit im Tal – nein, eher Kessel – von Cilaos begann mit einer Wanderung von einem Busstop in das Flusstal Bras de Cilaos hinunter, im Fluss entlang und später wieder hoch in den Ort Cilaos. 20170721_110342

Die Wanderung im Tal hat meinen Füßen zu viel abverlangt, denn irgendwann wurde mir das Aus- und Anziehen der Schuhe zu blöd und ich lief barfuß. Mir bereiten die Sohlen deshalb seit 4 Tagen heftige Schmerzen. Aber es war so toll da unten drin.2017-07-21 17.45.2320170721_112200

Und ein Bad in einem der Pools musste auch sein. Schon lange hab ich von so einer Flusswanderung geträumt.

DDie Berghänge haben auch deutliche Zeichen gesetzt um mich vor Steinschlag zu warnen. Das Tal war stellenweise so eng um Auszuweichen. Ich war um die scharfkantigen frisch zerschlagenen Steine froh. So wurde immer deutlich wo eine Pause, ein Bad möglich war und wo ich schnell durchkraxeln sollte.

20170721_135133.jpg2× / 3× hörte ich auch größere Geröllabgänge aber ich hab nix abgekriegt. Super, die Zeichen, die einem die Natur sendet.2017-07-21 17.48.25

JJa das Gelände / die Landschaft is geil.

AAm Ende meiner Tour stand die  „La Chapell“. Ein unterirdischer Durchstich des Flusses, der in dieser Schlucht wieder zu Tage tritt.2017-07-21 17.42.00

Horror in diesem Gebiet sind die vielen Auf und Abs. Da komm ich endlich auf den Weg nach oben und muss nach der Passage über einen Pass wieder runter, gleich mal 150hm auf kürzester Entfernung.  Wegen der kurzen Distanzen bei grossem Höhenunterschied übersieht man das auch gern in der Karte. Inzwischen schau ich öfter mal nach, was da auf mich zu kommt, denn ich hab hier schon viel Lehrgeld bezahlt. Ich bezahle mit Schweiß. 20170722_17340620170722_151305

Den nächsten Tag fuhr ich mit dem Bus runter in Richtung der einzigen  Zufahrt zum Kessel. Von dort stieg ich hoch und hatte mir einiges vorgenommen. Nur wie dumm bin ich denn? Fuchur hat schon bisserl bös geguckt. Hatte mir am Abend zuvor zu viel Alkohol zugemutet. 20170721_205044.jpgDie Weine hier sind edel und teuer aber in der Speisekarte steht nie, wie stark sie einem zusetzen. Doch auch die Bachbetttour hat Spuren hinterlassen.  Hatte zu wenig getrunken.

GGut – ich war nicht betrunken aber auch nicht fit. Nach einer unerwarteten Tortour von Auf und Abs quer über entlegene Bauernhöfe, 20170723_153611.jpgsowas wie Almen bei uns, war ich breit genug im Ort Palmiste Roughe in den Bus einzusteigen.

KKein Alk am Abend und der nächste Tag wird 1000× besser. Am „Sonntag“ geh ich im Norden von Cilaos eine berühmte Schleife die kurze Teile des GR R1 und des GR R2 miteinander verbindet. GR ~ Grosse Runde und R1 ~Reunion Nr.1.

Was machen die Leut hier auf dieser Insel am Wochenende: 1. Wanderungen und 2. Veranstaltungen. Auf Reunion gibt es im Oktober die „Diagonal de foue“. Heut gibt es nur die Miniatur davon. 20170723_094508.jpgIn Cilaos starten die Läufer für einen Marathon der wohl so 2000hm und etwa 40 km umfasst. Viel Spass auf der Tour.20170723_112117 Ich zeige dann wohl mal lieber in einen Trampelpfad in ein anderes Tal ab für kurz.20170724_09210720170724_123258

Hier die Schlucht in dem der Fluss verschwindet bevor er in „La Chapell“ wieder auftaucht.

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Am nächsten Tag, also gestern geh ich im Süden von Cilaos eine Schleife die ein paar Wanderwege miteinander kombiniert. Und was soll ich sagen. Markierungen die ich an meinem Weg finde zeigen – die Läufer gestern haben das von gestern und von heute so mal schnell an einem Vormittag abgelaufen,

was ich mit Hängen und Würgen an zwei Tagen gehe. Und trotzdem bin ich danach auch noch überlastet. Mein Fleisch wird schwach.

Ich überlasse euch jetz noch den Eindrücken von einem verlassenen Pristerseminar.

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3 Tage enden mit einer überaschung

Vor meinem Hotelwechsel war ein Tag für Waschen und – ich geb es ja zu – Erholung erforderlich und da hat sich der Tag nach dem Vulkan angeboten. Gemütlich hab ich den sonnigen Tag vergehen lassen. Ich saß im Garten und hab paar Vögel beobachtet.

DDanach war mit meiner  Vulkanbegleiterin und zwei ihrer Freunde eine Tour geplant. Es war eine traurige Nachricht, zu erfahren,  daß genau in der Nacht ihr Haus abgebrannt ist. Unglaublich und schrecklich, aber selbst in dieser Situation hat sie sich noch Sorgen gemacht, weil sie die Tourversprechungen mit mir nicht einhalten kann.

SSchliesslich hab ich trotz dieses Schocks und einer Empfehlung meiner Hausherrin noch einen Bus- und Wanderausflug zum Grand Etang gemacht, ein Tal mit See und spektakulären 4 Wasserfällen am Ende, fast wie Obersee.

 

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Das war eine sehr touristische Tour aber in Betracht der Umstände war ich sowieso „bisserl“ abgelenkt.

Am nächsten Tag dann auschecken und weiter mit 3 Anschlussbussen ins Tal von Cilaos. Schon die ersten 600 Meter hoch zum Pass war ich wohl kreidebleich, rückwärts die Serpentinen hoch, Sitzplatzmangel. Dann 1600hm mit Serpent runter an die Küste – wohl das gleiche. Will ich wirklich sofort weiter oder erst mal erholen. Ach – was soll ich hier mit all meinem Gepäck. Also 5 min später weiter von St Pierre nach St Louis. Is ja nur ein kurzes Stück.

Die gleiche Frage und die gleiche Antwort dann in St Louis.  Also weiter ins Tal von Cilaos. Zumindest hat der Bus keine Rückwärtssitz.

Wau, was dann kommt, schon nach wenigen Minute, verschlägt mir die Sprache und das bis zum Ziel die nächsten 1,5 Std. Der Busfahrer bringt Höchstleistung und der Bus steht oft, bis die entgegenkommenden PKW erkennen, daß  sie keine Chance haben und rangieren. Eine fantastische und atemberaubende Strecke, die ich erst noch verdauen muss. Fotos, erst mal keine Chance denn ich musste einfach kucken – kucken – kucken! Sowas hab ich noch nicht erlebt. Das Fenster auf und mal rausgreifen – keine gute Idee.  Selbst in den Tunnel oft nur Schrittgeschwindigkeit weil nur eine Handbreit links und rechts Platz. Ich sehe tausendfach die Felswand durchs Fenster kommen. Runter hab ich keine Angst denn dann fesselt mich die Aussicht. Das kann ich einfach nicht glauben. Und da fährt ein Linienbus paar mal am Tag hoch. Auch viele andere Fahrgäste sind nur am Staunen. Manche aber auch nicht sondern jetz sind sie es, die kreidebleich sind.  Ich komm gar nicht dazu. Phänomenal. Was erwartet mich denn dann da oben in Cilaos.

DDas wird eine Überraschung wie bei einer Ankunft bei Nacht, den der Himmel ist so Wolken verhangen, daß es nur Vermutungen zu lässt über die Landschaft und den Gesamtanblick.

Es regnet und ich geh meinem Ziel entgegen. Ein Wegweiser erschreckt mich.  Mein Hotel soll 4 Sterne haben wo das letzte mit 2 Sternen schon 100€ gekostet hat. Hab ich mich da verguckt im Internet oder was. Erleichterung als sich die Buchung als gleichteuer aber das Hotel um Klassen besser erweist.20170720_150505.jpg

SSuper Zimmer mit Balkon ein teures Superrestaurant mit nobler Küche aber lecker und guten Weinen.

Da ich Cocktail+ Wein und zum Dessert nnen leckeren weissen Portwein, üppig eingeschenkt, genossen hatte, drückt mir jetz die Daumen.  Ich muss noch einen Riss nähen.

 

 

Le Volcan. La Fournaise

Muss mich zammreißen. Das schöne Wetter konzentriert sich wirklich stark auf den ganzen Vormittag, also aufstehen auch wenn es heut ein langer Tag wird. Abends is der Ausflug zur Vulcaneruption  gebucht. Es wird eine harte Geschichte. Auf etwa 2300m Höhe is das Klima etwas anders und heut soll es auch noch ziemlich nass werden, sogar Frostgefahr. Ich brauch fast alle meine Klamotten für dieses windige, kalte Ziel. Da kann ich mich Vormittags nicht in schlammigen, nassen Gebieten rum treiben und meine guten Wanderschuhe sind auch tabu, denn die sind abends ein absolutes Muss.

So geht es am Montag Morgen zu einem gemütlichen Auslauf in den Osten der Plaine des Palmistes.

 

Endlich finde ich mal richtig schöne Blumen/Orchideen und paar seltene Vögel zeigen sich, aber allein schon die Sonnenstrahlen auf der Forststrasse verzaubern den Wald als wäre es bei uns daheim um die Ecke.20170717_093711Während einer ausführlichen Ruhepause im Zimmer check ich immer wieder die Webcams vom Volcano. Heut is es heftig wechselhaft. Die Cams wechseln sich stündlich mit klarer Sicht und trüben Wolken ab. Hab schiss vor Nässe und Regen. Heut kann ich nur hoffen, daß alles gut geht.

2Hosen, 2Unter-, 2Oberhemden und das Kaputzensweatshirt sind die Grundausstattung. Dazu kommt noch die Regenjacke, die Stöcke und eine Rettungsfolie im Gepäck. 20170717_160224Auf geht es um 15.00. Nach einer Fahrt von ca. 1Std erreichen wir erst mal einen Aussichtspunkt in den äußeren, älteren Einsturzkrater.  Mit sowas wie einer Sondergenehmigung dürfen wir zum Pass Bellecombe und damit dem Aussichtspunkt über den zentralen Vulkankegel. Hier starten Wissenschaftler und lizenzierte Führer mit der Tour direkt zur Ausbruchstelle.

 

Ganz rechts muss es da irgendwo einen neuen aktiven Krater geben. Noch is nix zu sehen. Wir fahren ein Stück zurück zum Ausgangspunkt unseres Tracks.  Bis hier dürfen alle fahren. Ich bin überrascht, was für ein Trouble hier is.

 

Langsam bekomm ich mit, daß dieses Ereignis sowas wie ein Volksfest für die Einheimischen is. 2017-07-18 12.14.59Der Pfad geht entlang der Abbruchkante des inneren, jüngsten Einsturzkraters, aber auch immerhin schon ca 5000 Jahre alt.2017-07-18 12.57.05DDa hinten sieht man irgendwo die ersten Anzeichen des Ausbruchs, die Rauchfahne. Die letzten Sonnenstrahlen erreichen unser Ziel am Piton de Bert.20170717_174553Wir gehen mit gutem Tempo knapp 2 Std. zu unserem Ziel und damit der nächstliegenden Aussicht, die für die Öffentlichkeit von der Prefektur frei gegeben wurde. 2017-07-18 12.52.03Zwischendurch geht gegen 18.00 die Sonne unter und es bieten sich immer wieder tolle Ausblicke. Hey – das Wetter spielt super mit.VViele Gruppen sind hier auf dem gleichen Pfad wie wir – ein Kommen und Gehen. Die 7-8km mit Menschen lässt mich auf ca 1000 Besucher pro Stunde tippen. Das kochende Lebenselexier unseres Globus wird immer besser zu sehen. 20170717_174357Selbst das Gurgeln und Fauchen des Magmaatems ist inzwischen auch deutlich vom Wind zu unterscheiden. 2017-07-18 08.38.54EEs wird mit der Zeit durch Wind und Luftfeuchtigkeit unheimlich kalt. Doch die Leut treffen sich hier regelrecht zum Picknick – eine fast religiöse Handlung bei den Leuten auf Reunion. Es gehört zum guten Ton, hier mit Familie und Freunden am Wochenend zum Picknick zusammen zu kommen. 2017-07-18 12.12.46Auch der Vulkanausbruch ist so ein Anlass. Meine Führerin Dorothee packt tolle Sachen aus, die in einem Gaskocher zum Kaffeekochen gipfelt. Geil.20170717_181356

GGegen 21.00 beginnen wir beide zu fröstelte und starten den Rückweg. Ständig kommen uns Leut entgegen. Massen, die sich aber auch wegen der größte des Theaterrundes verteilen. Eine Schlange von Stirnlampen kennzeichnet den Weg und damit bisserl rechts davon die Abbruchkante. Kein Wunder, daß auch mal Leut Probleme bekommen und von einer Art Geländebergungswagen herausgeholt werden müssen. Auch Feuerwehr und Polizei sind in Alarmbereitschaft hier heroben.

20170717_184009.jpgUnten, am Fuss des Vulkanmassives, passieren wir eine Poliziesperre. Inzwischen muss die Zufahrt reguliert werden. Man merkt – es sind Ferien. Gegen Mitternacht bin ich erschöpft und müde endlich zurück und gleich ins Bett.

Ein herzliches Dankeschön für dieses Erlebnis an meine Führerin Dorothee d’Abbadie.

Zwei Tage auf der Ebene der Palmen

Seit ich in Reunion angekommen bin haben sich paar Probleme eingestellt. Es begann mit dem Stress ja hoch auf die Ebene der Palmen zu kommen, möglichst noch mit dem letzten Bus. Mit den verfrühten Flug, immerhin 30 min, und einem Expressdurchlauf durch den Flughafen in St. Denis bekomme ich sogar den vorletzten um 15.30.

SSchon am abend stellt sich eine Komplikation ein, deren Auswirkungen ich erst gar nicht begreife. Mit meinem Handy kann ich keine Telefonate mehr tätigen – gesperrt – aus welchem Grund auch immer und von wem auch immer. Nach meiner Tour Richtung Piton du l’eau treffe ich mich im Restaurant mit einer Tourenleiterin. Jetz wird klar wie dringend das Anrufen benötigt wird – erstens für den hier nötigen Vulkannotruf und zweitens für Absprache hinsichtlich Touren. Es ist noch was anderes im Gange – der Vulkan spuckt wieder. Also eine optimale Situ für mich das mal zu erleben. Leider wird nach einigem Hin und her für mich klar – das klappt nicht ohne vernünftige Kontaktmöglichkeit denn hier trifft das Telefonproblem auf mein erstes Problem. Ich bräuchte hier ein Fahrzeug um erst mal überhaupt zum Parkplatz am Vulkan zu kommen. So ist Kommunikation über Kommunikation erforderlich.

Ich sitz den Samstag bis 15.00 an meinem Handy um das Problem zu lösen. Zum Glück denk ich zwischendurch nochmal dran mir zumindest Trinkwasser für eine Tour am Sonntag zu kaufen. Die Farm/Hotel ‚Ferme du Pommeau‘ versorgt mich super mit gutem Essen und schönem Frühstück. Mein Zimmer/Hütte in einem parkähnlichen Grundstück is auch perfekt für mich. 20170716_160953.jpgDoch mit dem Murks im Handy verpasst ich die gute Zeit – Schönwettervormittag. 15.00 hält mich Nix mehr und es geht zum Wasserfall Biberon.

Nach einem verworrenen Spaziergang Kreuz und Quer durch die Siedlung komm ich an dem Verbotsschild an. 20170715_163609Kann gar nimma gefährlich sein. Das steht schon lang da und seitlich is ausgetreten ein Pfad. Nun – der späten Stunde angemessen – reicht mir ein Blick/Foto aus der näheren Ferne.20170715_163419.jpg Vor dem Essen und nach dem Essen wieder Bastelei am Handy. Selbst whatsapp kann keine Sprachverbindung herstellen. Rätselhaft!

FFür Sonntag abend gibt es eine abgespeckte Vulkanmöglichkeit wenn das Wetter mitspielt. Also heut nur eine kleine Tour um „La Plaines du Palmiste“ herum. Vielleicht finde ich ja Toureinstiege für die nächsten Tage.

Also 300hm hoch in den äußersten Südwesten der Palmebene und da is der Einstieg!20170716_095433 Kein Zeichen aber ein kleiner Trampelpfad. Wirklich? Geh ich eben bisserl hoch, so 100hm. 20170716_102902.jpgJa, das muss er sein. Wirklich? Beim Zurück verlauf ich mich und komm wo anders raus. Und hey!!!! Da geht es los. Spass vorbei. 20170716_104319.jpgDer Weg is ja langweilig.  Werd wohl demnächst den anderen nehmen. Die treffen sich schon wo. Zurück und noch ein kleiner Abstecher in ein trockenes Flussbett.20170716_110945Auf der Straße geht es wieder 100hm runter, dann 100hm hoch auf einer viel befahrenen Serpentinenstrecke.20170716_123239 Ist nicht schön zu laufen. Dann den nächsten Abzweig wieder runter zurück Richtung Zentrum. 20170716_130720Oh oh – diese Landschaft. Da gehen doch sicherlich noch paar Wegerl hoch.20170716_133614Bin gespannt ob ich die demnächst finde und kann.

SSo So – was wollt ich machen? Eine kleine Tour? Wenn jetz der Vulkan auch noch dazu kommt, ja pfia di gott.